Portrait Markus Wanzeck

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Markus Wanzeck
Stuttgart
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Markus Wanzeck

  • ist 1979 geboren
  • lebt und arbeitet in Stuttgart
  • hat Philosophie und Soziologie in München und Sydney studiert
  • Themenschwerpunkte: Soziales, Bildung und China
  • Journalistische Reisen u.a. nach Afghanistan, China, Malawi, Nepal und Ruanda

Von 2008 bis 2011 arbeitete Markus Wanzeck im Textsalon Berlin, seit April 2011 ist er Reporter und Redakteur der Agentur Zeitenspiegel in Stuttgart. Absolvent der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl. Mitglied bei :Freischreiber, dem Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten. Er schreibt unter anderem für brand eins, NEON und DIE ZEIT.

Er interessiert sich für Geschichten aus der nahen und fernen Nachbarschaft. Geschichten wie die des schwäbischen Skiliftbesitzers, dem im Klimawandel der Schnee abhanden kommt. Wie die der drei jungen Bielefelder Brüder, die, fernwehgetrieben, ihrer Heimat abhanden kommen und in Schanghai zu Internet-Großverdienern werden. Geschichten wie die des Klosteraussteigers, der seine Mönchskutte ablegt, um sich der Wirtschaftswelt zuzuwenden. Oder die des Zuhälterkönigs von St. Pauli, der sich vom Weltlichen abwendet, um Gottes Wort zu predigen. Geschichten, die erzählen, wie man durch Faulheit und Langeweile zu einem der bekanntesten Cartoonisten Deutschlands wird. Die erzählen, wie man als fast achtzigjähriger Aufklärungspapst mit dem Akt im Alter umgeht. Oder wie man als Multimilliardär mit Pornografie Politik macht. Geschichten wie die über die Fischer einer isländischen Insel, die ihren Reichtum mit Einsamkeit bezahlen. Geschichten von Menschen, die die Schönheit der Welt retten wollen und am Ende doch nur Bananen zum Watscheln bringen. Geschichten, die das Leben schreibt. Und die darauf warten, dass man sie auf die richtige Zeilenlänge bringt. Als Reportage, Feature oder Interview.

2011: Mitarbeit bei der Fotoausstellung Wunden der Welt und dem gleichnamigen Buch, die Einblicke in sechs Jahrzehnte Kriegs- und Krisenfotografie der Agentur Magnum Photos geben.

Im Juni 2011 erhielt er gemeinsam mit der chinesischen Journalistin Duan Congcong und dem Zeitenspiegel-Fotografen Lukas Coch ein Stipendium der Robert Bosch Stiftung und der Hamburg Media School für ein mehrwöchiges Reportageprojekt in China und Deutschland.

Im März 2011 hat er zusammen mit der Fotografin Kathrin Harms das Gabriel-Grüner-Stipendium für engagierte Bild- und Textreportagen erhalten.

2010 reiste er zusammen mit der chinesischen Journalistin Li Fangfang im Rahmen von Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung durch Sachsen und die chinesische Provinz Sichuan. Die Recherche wurde gefördert durch ein Stipendium des Auswärtigen Amtes.

Mit Unterstützung eines kontext-Stipendiums recherchierte er 2009 zusammen mit seinem ungarischen Kollegen Balázs Szász und der australischen Fotografin Sally Bierman über ein Lepraheim in Nepal.

2009 war er als Stipendiat des Journalisten-Austauschprogramms Medienbotschafter China – Deutschland Gastjournalist bei der Tageszeitung China Daily in Peking.

2008 wählte ihn das Medium Magazin unter die “Top 30 bis 30” der jungen deutschsprachigen Journalisten.

2007: Marion-Dönhoff-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung für den taz-Artikel “Profit macht nur der Kiez”.

2006: Redaktion des Sammelbandes Freiheit auf Basis von Natur? mit philosophischen, psychologischen, kognitions- und rechtswissenschaftlichen Essays über menschliche Freiheit, hrsg. von Thomas Buchheim und Torsten Pietrek (mentis Verlag).

-> Englische Seite

Veröffentlichungen

Mehr Männer!

Männliche Erzieher sind in deutschen Kindergärten noch die große Ausnahme. Familienministerin Kristina Schröder will das ändern und die Männerquote, derzeit knapp 3 Prozent, versiebenfachen

Mathematik in der Moschee

Der Entwicklungshelfer Peter Schwittek hat es geschafft, in Afghanistan Mädchen zu unterrichten. Ein Interview

Die Mörder sind wieder unter uns

Seit dem Völkermord von 1994 ist Ruanda eine verwundete Nation. Eine kleine Organisation versucht, Opfer und Täter miteinander zu versöhnen.

"Kagames Leute würden mich roh fressen"

Während des Völkermords der Hutu an den Tutsi 1994 rettete er mehr als 1200 Menschen das Leben. Durch die Verfilmung seiner Geschichte in “Hotel Ruanda” wurde er später weltweit bekannt. Was macht Paul Rusesabagina heute? Ein Interview.

Revolte der Rentnerinnen

In der DDR geschiedene Frauen stehen heute ohne Versorgungsausgleich da, viele leben in Altersarmut. Politiker aller Parteien bedauern dies. Doch die mit politischer Macht verweisen auf ihre juristische Ohnmacht. Ein Verein kämpft seit Jahren gegen die “biologische Lösung” des Problems. Nun hofft er auf die UN.

Eine Prise Angst gehört dazu (.pdf)

Nachts allein in der Wildnis, Feuerrituale, Gespräche über Gefühle: In Brandenburg bieten Sozialpädagogen Auszeiten für männliche Jugendliche an, bei denen es ans Eingemachte geht. Zurückkommen sollen sie als junge Männer, die stark genug sind, Schwächen zu zeigen.

Rauchen schadet ihrer Gesundheit (.pdf)

In Malawi arbeiten zehntausende Kinder in der Tabakindustrie. Der Umgang mit den Blättern macht sie krank. Doch in einem Land, das abhängig vom Geschäft mit dem Nikotin ist, haben sie keine Wahl.

Tu was für dein Geld, Leprakranker! (.pdf)

Die Dortmunderin Marianne Grosspietsch gründet in Nepal spontan eine Hilfsorganisation. Und macht daraus mit Liebe, eisernem Willen und Humor ein Vorzeigeunternehmen. Denn Arbeit kann heilen.

"Chinas Tage als Propagandagesellschaft sind gezählt"

Interview mit drei jungen chinesischen Journalisten über ihre Arbeit unter staatlicher Zensur, den Wandel der chinesischen Gesellschaft und die China-Berichterstattung westlicher Medien. Von Sonja Broy, Falk Hartig und Markus Wanzeck.

Im Land der Morgenröte (.pdf)

Ein Rückblick auf drei Monate als Gastjournalist bei der Tageszeitung “China Daily” in Peking.